Der Zürcher Immobilienmarkt zeigt 2026 weiterhin eine starke Dynamik mit durchschnittlichen Preisen von CHF 16’700 pro m². Die regionalen Unterschiede sind erheblich, wobei Premium-Lagen wie die City besonders hohe Werte erzielen. Diese Analyse basiert auf aktuellen Daten und bietet wichtige Einblicke für Käufer und Investoren in verschiedenen Stadtteilen.
Überblick der aktuellen Immobilienpreise nach RealAdvisor in Zürich
Der Immobilienmarkt in Zürich präsentiert sich im Januar 2026 nach aktuellen RealAdvisor-Analysen weiterhin auf hohem Niveau. Der durchschnittliche Immobilienpreis im Kanton Zürich beträgt CHF 16’700 pro m², wobei sich deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Immobilientypen zeigen. Wohnungen werden mit durchschnittlich CHF 16’858 pro m² gehandelt, während Häuser bei CHF 16’185 pro m² liegen – eine bemerkenswerte Angleichung der Preiskategorien.
Preisspannen und Marktsegmente im Detail
Die Preisspanne für 80% aller Immobilientransaktionen verdeutlicht die Heterogenität des Zürcher Marktes. Bei Wohnungen bewegen sich die Quadratmeterpreise zwischen CHF 9’996 und CHF 33’567, während Häuser eine Spanne von CHF 9’104 bis CHF 33’381 aufweisen. Der Medianpreis für ein Einfamilienhaus liegt bei CHF 2’427’697, für eine Eigentumswohnung bei CHF 1’685’828 – Werte, die Zürichs Position als einen der teuersten Immobilienmärkte der Schweiz unterstreichen.
| Immobilientyp | Medianpreis | Preisspanne (80%) | Ø Preis/m² |
| Wohnung | CHF 1’685’828 | CHF 999’562 – CHF 3’356’737 | CHF 16’858 |
| Haus | CHF 2’427’697 | CHF 1’365’580 – CHF 5’007’125 | CHF 16’185 |
Mietmarkt als Ergänzung zur Kaufpreisanalyse
Der Mietmarkt zeigt sich mit CHF 493 pro m² jährlich für Wohnungen und CHF 482 pro m² für Häuser ebenfalls auf hohem Niveau. RealAdvisor berechnet diese Werte mittels hedonischer Methoden, die Lage, Ausstattung, Zustand und Marktentwicklung berücksichtigen, um eine realistische Einschätzung zu gewährleisten.
Stadtteil City: Premium-Lage mit Spitzenpreisen
Der Stadtteil City von Zürich gehört zu den prestigeträchtigsten und kostspieligsten Lagen der Schweiz. Laut RealAdvisor-Daten beträgt der durchschnittliche Immobilienpreis im Januar 2026 CHF 16’303 pro m², wobei sich deutliche Unterschiede zwischen Wohnungen und Häusern zeigen. Wohnungen erreichen mit CHF 17’310 pro m² einen höheren Quadratmeterpreis als Häuser mit CHF 12’354 pro m².
Preisspannen und Medianwerte im Stadtteil City
Die Preisspanne für Wohnungen bewegt sich zwischen CHF 10’263 und CHF 34’466 pro m², während Häuser zwischen CHF 6’949 und CHF 25’481 pro m² gehandelt werden. Der Medianpreis für Häuser liegt bei beachtlichen CHF 8’648’121, für Wohnungen bei CHF 1’471’329. Diese Zahlen unterstreichen die aussergewöhnliche Attraktivität dieser zentralen Lage.
Aktuelle Preisentwicklung und Marktdynamik
Die Marktdynamik zeigt eine kontinuierliche Wertsteigerung: In den letzten zwölf Monaten verzeichneten Wohnungen einen Anstieg von +4,9%, während Häuser um +2,2% zulegten. Die langfristige Perspektive über 25 Jahre offenbart eine beeindruckende Entwicklung mit +185,4% für Wohnungen und +235% für Häuser.
Neueste Bewertungen in Premium-Lagen
Aktuelle Bewertungen aus dem Jahr 2025 verdeutlichen das Preisniveau an den begehrtesten Adressen:
| Adresse | Typ | Preis pro m² | Datum |
| Selnaustrasse, 8001 | 4.5 Zi Wohnung | CHF 13’513 | 30. Aug. 2025 |
| Bahnhofstrasse, 8001 | 3.5 Zi Wohnung | CHF 13’771 | 19. Mai 2025 |
| Talstrasse, 8001 | 3 Zi Haus | CHF 20’494 | 14. Mai 2024 |
| Löwenstrasse, 8001 | 1 Zi Wohnung | CHF 20’966 | 24. Apr. 2024 |
Die Bahnhofstrasse und angrenzende Strassen im Stadtteil City bleiben die absoluten Spitzenlagen mit Preisen, die deutlich über dem kantonalen Durchschnitt liegen.
Regionale Preisunterschiede und Entwicklungstrends in Zürich
Die Immobilienpreise in Zürich zeigen markante regionale Unterschiede, die sich besonders deutlich in den ZWEX-Daten (Zürcher Wohneigentumsindex) widerspiegeln. Im vierten Quartal 2022 verzeichnete der Gesamtindex einen Anstieg von 3,7% gegenüber dem Vorjahresquartal, wobei die einzelnen Subregionen unterschiedliche Entwicklungen aufwiesen.
ZWEX-Indexentwicklung nach Regionen
Die Seeregion führt mit einer Preissteigerung von 4,5% die Rangliste an und bestätigt ihre Position als begehrteste und teuerste Lage im Kanton Zürich. Die Region Regio folgt mit einem moderateren Wachstum von 3,0%, während die Landregion mit 3,6% ebenfalls über dem langjährigen Durchschnitt liegt. Diese Zahlen dokumentieren die anhaltende Nachfrage nach Wohneigentum in allen Zürcher Teilmärkten trotz steigender Zinsen.
Medianpreise für Häuser nach Regionen
| Region | Median Häuser | 25% Quantil | 75% Quantil |
| Pfannenstiel | CHF 1’625’000 | CHF 1’295’000 | CHF 2’717’500 |
| Zürcher Oberland | CHF 1’003’000 | CHF 690’000 | CHF 1’145’350 |
| Winterthur und Umgebung | CHF 1’011’250 | CHF 663’750 | CHF 1’100’000 |
| Weinland | CHF 885’000 | CHF 671’250 | CHF 988’750 |
| Zürcher Unterland | CHF 1’100’000 | CHF 702’750 | CHF 1’050’000 |
Marktdynamik und Zinsentwicklung
Die Leerstandsquote von 0,1% im Dezember 2022 für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen unterstreicht die extreme Angebotsknappheit im Kanton Zürich. Diese Situation trägt wesentlich zu den anhaltenden Preissteigerungen bei. Gleichzeitig wirkt die dramatische Zinswende seit Januar 2022 als Gegentrend: Der Leitzins stieg von -0,75% auf 1,5% (Stand März 2023), was die Finanzierungskosten erheblich verteuert und mittelfristig dämpfend auf die Preisentwicklung wirken könnte.
Investitionsperspektiven und Marktausblick für Zürcher Immobilien
Blasenrisiko und aktuelle Marktlage
Der Zürcher Immobilienmarkt befindet sich Stand Januar 2026 in einer kritischen Phase. Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index erreichte im vierten Quartal 2022 einen Wert von 1,54 Punkten, was auf deutlich überteuerte Immobilienpreise hinweist. Besonders alarmierend wird die Situation, wenn der Index die 2-Punkte-Marke überschreitet. Zürich zählt gemeinsam mit Basel, Genf und Lausanne zu den Spitzenkandidaten für ein Blasenrisiko in der Schweiz.
Die drastische Zinswende verschärft die Lage zusätzlich. Seit Januar 2022 stieg der Leitzins von -0,75% auf 1,5% (Stand März 2023). Für eine 10-Jahre Fixhypothek liegen die Zinsen Ende März 2023 bei 2,7%, wobei die meisten Banken höhere Konditionen anbieten. Der IAZI CEO prognostiziert einen weiteren Anstieg der Hypothekarzinsen bis Ende 2023, was mittelfristig zu einem Rückgang der Immobilienpreise führen könnte.
Langfristige Wertsteigerung und demografische Verschiebungen
Trotz aktueller Risiken zeigt die langfristige Betrachtung über 25 Jahre beeindruckende Wertzuwächse: Häuser verzeichneten einen Anstieg von +192,6%, Wohnungen von +185,4%. Diese Entwicklung spiegelt sich im überraschenden Jahresgewinn des Kantons Zürich von 543 Millionen Franken wider, der hauptsächlich auf steigende Immobilienpreise zurückzuführen ist.
Die Covid-19-Pandemie löste eine bedeutende Abwanderung von Grossstädten zu Agglomerationen aus. Das Bedürfnis nach mehr Wohnraum und Nähe zur Natur verschob die Nachfrage zugunsten ländlicher Regionen, wobei die Verkehrserschliessung und landschaftliche Attraktivität entscheidende Faktoren bleiben.
Investitionsempfehlungen
Anleger sollten angesichts des Blasenrisikos und steigender Zinsen vorsichtig agieren. Die Leerstandsquote von 0,1% signalisiert zwar weiterhin hohe Nachfrage, doch die Finanzierungskosten dämpfen die Kaufkraft erheblich. Experten raten zur Sicherung von Fixhypotheken bei aktuellen Konditionen vor weiteren Zinsanstiegen.